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Unsere vorletzte Reise nach Kenia vom 11. bis 19. November 2025

01.​12.​2025

Unsere vorletzte Austauschreise nach Kenia im November 2025

 

Claudia Erndl, Bezirksbäuerin Niederbayern, Barbara Göpfert, Kreisbäuerin Schweinfurt, Brigitte Landstorfer, Kreisvorstand Straubing-Bogen und Projektleiterin Angelika Eberl machten sich auf den Weg, um viele engagierte Landfrauen der WoFaAK zu treffen, an Trainings und regionalen Versammlungen teilzunehmen und landwirtschaftliche Betriebe zu besuchen.

 

Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der fachliche Austausch, sondern vor allem das persönliche Miteinander: Zuhören, voneinander lernen und sich gegenseitig Mut machen. Ziel der Reise war es, den Wissenstransfer weiter zu vertiefen, die Wirkung der gemeinsamen Arbeit sichtbar zu machen und die - über Jahre gewachsene - Partnerschaft zwischen WoFaAK und BBV-LIZ weiter zu stärken.


Aufbau-Schulung Agribusiness für junge Mitglieder der WoFaAK in Embu

 

41 junge Landwirtinnen nutzten die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen, ihre Erfahrungen zu teilen und gemeinsam neue Perspektiven für ihre Zukunft in der Landwirtschaft zu entwickeln.

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Der Trainer Mr. Chris Mwaniki verstand es hervorragend, Fachwissen mit Alltagsbeispielen zu verbinden. Mit viel Kreativität – etwa durch den Vergleich von Gruppenmitgliedern mit unterschiedlichen Tiercharakteren – machte er Themen wie Gruppendynamik und Zusammenarbeit greifbar und lebendig. Die Teilnehmerinnen hörten aufmerksam zu, lachten, diskutierten und reflektierten gemeinsam. 

 

 

Besonders beeindruckend war der spürbare Wunsch der jungen Frauen, Verantwortung zu übernehmen, moderne landwirtschaftliche Methoden anzuwenden und Agribusiness als echten Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu begreifen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie groß der Bedarf an kontinuierlicher Begleitung ist – viele äußerten den Wunsch nach weiteren Trainings zu Leadership, Projektplanung, Wertschöpfung und Governance.

Unsere Teilnahme und Beiträge wurden als Zeichen echter Wertschätzung empfunden, es gab viele interessante Gespräche in den Pausen. 


 

Besuch bei Ruths Farm

 

Ein weiterer Punkt der Reise war der Besuch von Ruths Farm, die für eine Episode der15. Staffel der Fernsehsendung Shamba Shape Up ausgewählt worden war. Wir, die BBV-LIZ, hatten in diesem Jahr fünf Episoden über die WoFaAK finanziert und organisiert. Ziel unseres Besuchs war es, nachzufragen, wie sich Ruths Geflügelbetrieb seit der TV‑Ausstrahlung weiterentwickelt hat.

 

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Von Bäuerin zu Bäuerin wurden unterschiedliche landwirtschaftliche Praktiken, aber auch gemeinsame Herausforderungen im Agrarsektor diskutiert. Es zeigte sich deutlich, dass Ruths Betrieb – unterstützt durch das Shamba‑Shape‑Up‑Team und die mediale Sichtbarkeit – beachtliche Fortschritte gemacht hat: durch Diversifizierung, den Einsatz verbesserter Technologien und einen erweiterten Marktzugang.

 

Der Besuch machte anschaulich, wie wirkungsvoll gezielte Unterstützung und starke Partnerschaften mit Medienformaten wie Shamba Shape Up sein können. Solche Kooperationen stärken Frauen nachhaltig in ihrer Rolle als Unternehmerinnen in der Landwirtschaft.


 

Landfrauentag in Laikipia

 

Wir fuhren weit in den County nach Sipili zum Dieser Landfrauentag stand unter dem Motto „Protect the future of agriculture by engaging women“ und vereinte rund 86 Frauengruppen aus Laikipia County. Die Kreisbäuerin Ann Mercy unterstrich eindrucksvoll die zentrale Rolle der Landfrauen für Ernährungssicherheit, Nachhaltigkeit und die Entwicklung ihrer Gemeinden.

 

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Ein gemeinsamer Einzug auf das Veranstaltungsgelände symbolisierte den starken Zusammenhalt der Frauen. Zu den Ehrengästen zählte unter anderem H.E. Hon. Joshua Irungu, Gouverneur von Laikipia County. In seiner Rede würdigte Gouverneur Irungu die Arbeit von WoFaAK ausdrücklich und betonte die enge Partnerschaft der County‑Regierung mit Frauengruppen über das Landwirtschaftsministerium. Seine Worte zeugten von großer Wertschätzung und spürbarer Empathie für die Lebensrealitäten der Landfrauen.

 

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Ein besonders berührender Moment war die symbolische Staffelübergabe (eine brennende Kerze an die Jungen und eine Blume an die Alten) von der älteren an die jüngere Generation. Sie sollte verdeutlichen, wie wichtig es ist, Verantwortung weiterzugeben, Raum für junge Menschen zu schaffen und Führungsrollen bewusst loszulassen. 


 

Regionalversammlungen in Zentral- und Westkenia

 

 

Beim Regionaltreffen West in Kakamega berichteten alle sechs WoFaAK‑Kreisvorstandschaften über umgesetzte Aktivitäten, bestehende Herausforderungen sowie geplante nächste Schritte. Thematisiert wurden unter anderem Trainings zu Leadership und Governance, Aufbauschulungen in Agribusiness für Junge Mitglieder,  die Landfrauentage in Vihiga und Busia sowie das TOT‑Training zu Konfliktmanagement in Nairobi.

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Ein zentraler Programmpunkt war die erneute Auseinandersetzung mit der WoFaAK‑Satzung. Besonders die Rollen und Verantwortlichkeiten der Führungsgremien standen im Fokus. Janet Omollo erklärte souverän und anhand vieler Beispiele, was in der Satzung verankert ist. Die Teilnehmerinnen erkannten offen an, dass die Satzung nicht immer konsequent umgesetzt worden war, und betonten die Wichtigkeit, dieser Diskussion und gemeinsamen Reflexion, um wieder „auf Kurs“ zu kommen. 

 

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Und eine Überraschung für Bezirksbäuerin Claudia Erndl hatten wir auch vorbereitet: Eine leckere Geburtstagstorte und vor allem der wunderbare vielstimmige Gesang: https://youtu.be/bhEdLFPUsyM 

 

 

 

In Nyeri (Zentral‑Kenia) sprach Lilian Olunga, Regionalbeauftrage des Social Services, über  Führung und Konfliktmanagement. Sie hob die Bedeutung von Teamarbeit, Transparenz, klarer Kommunikation und aktivem Zuhören hervor. Darüber hinaus sprach sie über häufige Konfliktursachen wie fehlende Rechenschaftspflicht, unklare Rollenverteilungen, mangelhafte Kommunikation und Machtkonflikte. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Gruppenbudgetierung und dem verantwortungsvollen Umgang mit Fördermitteln – mit besonderem Fokus auf finanzielle Bildung, Delegation und Flexibilität. 

 

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Die Projektleiterin Angelika Eberl gibt einen Überblick über alle Schulungen und Aktivitäten der BBV-LIZ bis März 2026 und bedankt sich bei allen Ehrenamtlichen, die die Landfrauentage in Laikipia und Nyeri so professionell organisiert haben. Im Anschluss wurden diese beiden Veranstaltungen gemeinsam analysiert, um festzuhalten, was gut lief und was verbessert werden könnte. 


 

Besuch der Farm von Zinath Deen (Vihiga County)

 

Zum Abschluss der Reise besuchten wir die Farm von Zinath Deen, Vizesekretärin der WoFaAK in Vihiga County. Sie führt ihren Betrieb gemeinsam mit einer ihrer Töchter. Die Farm beeindruckte uns sehr durch ihre Vielfalt an Einkommensquellen, wie Fischzucht, Milchviehhaltung

Schafhaltung, Gemüse‑ und Obstanbau.   

Der Betrieb wird äußerst professionell geführt und gilt als vorbildliches Beispiel für nachhaltige, diversifizierte Landwirtschaft. Er zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial Frauen als erfolgreiche Akteurinnen und Unternehmerinnen im Agrarsektor haben.

 

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Fazit

Die Austauschreise nach Kenia im November 2025 machte uns einmal mehr deutlich, wie wirkungsvoll langfristige Partnerschaften, gezielte Schulungen und gegenseitiges Lernen sind. Die Zusammenarbeit zwischen WoFaAK und BBV‑LIZ stärkt Frauen in der Landwirtschaft nachhaltig und leistet einen wichtigen Beitrag zu wirtschaftlicher Selbstständigkeit, Ernährungssicherheit und sozialer Entwicklung.

  

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