Nach der Rückkehr aus Lusaka bot sich zeitnah eine neue Gelegenheit für ein Zusammentreffen der Vertreterinnen aus Uganda, Kenia und Sambia zur Umsetzung der Embu-Erklärung: die 31. Nationale Landwirtschaftsausstellung in Jinja, Uganda. Die kenianische Delegation – bestehend aus zehn Vertreterinnen der Women Farmers Association of Kenya (WoFaAK) – nahm an der Veranstaltung teil. Ziel war es, die in der Embu-Erklärung festgehaltenen gemeinsamen Beschlüsse durch gegenseitige Unterstützung, Wissensaustausch und Zusammenarbeit bei Konferenzen und Fachmessen in den Partnerländern voranzubringen. In enger Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband e. V. (dlv), der Frauen im ländlichen Raum Ugandas unterstützt, sowie mit BBV LIZ wurde vereinbart, dass die Delegierten aus Uganda, Kenia und Sambia vier Tage lang gemeinsam untergebracht werden, ein abgestimmtes Programm absolvieren und sich im Geiste der Embu-Erklärung aktiv einbringen. Uganda National Farmers Federation (UNFFE)Die UNFFE ist der größte private, nichtstaatliche Dachverband für Bauernorganisationen in Uganda. Seit ihrer Gründung im Januar 1992 vereint sie mehr als 4,5 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern in 170 Mitgliedsorganisationen. Ihr Mandat umfasst die Mobilisierung, Organisation, Koordination und Stärkung der Landwirte, politische Interessenvertretung in der Landwirtschaft, Förderung des Agribusiness und der Marktsystementwicklung, Kapazitätsaufbau, Verbreitung von Technologie und Wissen sowie die Förderung guter Regierungsführung und nachhaltiger Netzwerke. Seit 30 Jahren organisiert die UNFFE gemeinsam mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei (MAAIF) und weiteren Partnern die größte jährliche Landwirtschaftsausstellung des Landes – die „Source of the Nile National Agricultural Show“ – auf dem Ausstellungsgelände in Jinja. Die Veranstaltung 2025 fand vom 27. Juni bis 5. Juli unter dem Motto „Technologische Innovationen treiben den landwirtschaftlichen Wohlstand“ statt. Programmübersicht 2.–3. Juli – Anreise und OrientierungDie Delegationen aus Uganda, Kenia und Sambia trafen ein, lernten UNFFE-kennen, besichtigten die Ausstellung und nahmen Gespräche mit Finanzinstitutionen, Anbietern von Betriebsmitteln sowie Technologieunternehmen auf. 4. Juli – Tag der LandfrauenEröffnung durch Frau Vangi Tumusiime Ekirapa, die für verbesserten Zugang zu Land, maßgeschneiderten Finanzierungslösungen und tragfähigen Partnerschaften für Landfrauen appellierte.GBV: Polizei Uganda zu Ursachen und Prävention, Forderung nach Unterstützung und Aufklärung auf Dorfebene.PUM Niederlande: Fachwissen zu Geflügel, Milch und Wertschöpfung; Zusage für Experteneinsatz.PELUM Uganda (AwoLA): Mentoring für Frauen in Agroökologie.Finanzinstitutionen: Spezielle Kredite und mobile Banking-Angebote, aber geringe Nutzung wegen Informationsmangel. 5. Juli – Regionales ArbeitstreffenDie Vertreterinnen aus Uganda, Kenia und Sambia überarbeiteten die Embu Declaration (MoU). Sie einigten sich auf eine neue Vision, Mission und folgende Strukturvorschläge: Registrierung des Netzwerks, Schaffung einer Jugendplattform, jährliche Rotationsveranstaltungen, Agroverarbeitung, Agrarbildung in Schulung. Einrichtung einer WhatsApp-Gruppe für Austausch. 6. Juli – Abschluss und AusblickDie Vertreterinnen der drei Länder einigten sich darauf, jeweils sechs Vertreterinnen zu benennen, um das MoU zu überarbeiten, gezielt Fördermittel einzuwerben und Führungsstrukturen zu stärken. Ergebnisse 1. Intensiver Erfahrungsaustausch zu Gewaltprävention, digitaler Agrarfinanzierung und nachhaltiger Landwirtschaft. 2. Vertiefung der Zusammenarbeit mit PUM und PELUM. 3. Vereinbarung zur offiziellen Gründung eines regionalen Netzwerks ländlicher Frauen unter COMESA, mit Schwerpunkt auf Einbe- ziehung der Jugend und Digitalisierung.