Women and Youth in Agriculture Conference 2025 in Lusaka, Sambia. Das Konferenzthema „Anpassung einer nachhaltigen, klimaintelligenten Landwirtschaft“ ist hochaktuell. Sechs Vertreterinnen der WoFaAK reisten nach Lusaka. Sie gestalteten die Konferenz mit Vorträgen über die WoFaAK und ihre Jugendarbeit. Wie alles begannAlles begann während unserem Seminar in Herrsching: „Landfrauen bekommen eine Stimme – Werkzeuge für ehrenamtliche Führungskräfte aus Kenia und Sambia“ im September 2024. Unter den lebhaften Teilnehmerinnen waren Elly Siakasasa, Vorsitzende von Nkoka Women in Agribusiness (NWAB), und Nkolola Halwindi, Geschäftsführerin von NWAB aus Sambia. Sie knüpften sofort eine herzliche Verbindung zu ihren Kolleginnen aus Kenia.Bereits während des Seminars nahm Elly Kontakt zu Winnie Muriithi, der nationalen Vorsitzenden der Women Farmers Association of Kenya in Kenia auf. Aus einem ersten Ideenaustausch entwickelte sich schnell eine enge Zusammenarbeit zwischen zwei Basisorganisationen von Landfrauen.Im Oktober 2024 reisten Elly und Nkolola zum Landfrauentag nach Embu, Kenia. Dort trafen sie Immaculata Nansamba, Vorsitzende der Kiboga District Farmers Association, und Milly Nagava, Schatzmeisterin der Masaka District Young Farmers Association – zwei inspirierende Vertreterinnen von Landfrauenverbänden aus Uganda. Das Treffen mündete in der Embu-Erklärung – einer Absichtserklärung für grenzüberschreitende Kooperation zwischen diesen Landfrauenorganisationen. Die Konferenz 2025 in Lusaka, SambiaSieben Monate später kam die neue Allianz wieder zusammen – diesmal bei der Women and Youth in Agriculture Conference 2025. Gastgeberin war Elly Siakasasa (NWAB). Delegierte aus Sambia, Kenia und Uganda diskutierten Strategien für eine nachhaltige, inklusive und klimaresiliente Landwirtschaft. Elly betonte in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung unterstützender politischer Rahmenbedingungen, starker Partnerschaften und geteilter Verantwortung zwischen Regierungen, Zivilgesellschaft und Basisorganisationen.Kernbotschaften der Sprecher:innenLandwirtschaftspotenzial nutzen: Nur ein Bruchteil von Sambias Ackerfläche wird bewirtschaftet. Mehr Vielfalt, Bodengesundheit und nachhaltige Methoden sind nötig.Gleichstellung fördern: Landrechte, finanzielle Inklusion und geschlechtersensible Forschung sind Schlüssel für die Stärkung von Bäuerinnen.Erfolgsgeschichten teilen: Schulungen, Marktzugang und Spargruppen verbessern die Lebensbedingungen ländlicher Gemeinschaften.Neue Einkommensquellen erschließen: Obstanbau, Agroökologie und Wertschöpfungsketten schaffen Ernährungssicherheit und Einkommen.Klimawandel begegnen: Agroforstwirtschaft, Anbaudiversifizierung und Umweltbildung stärken die Widerstandsfähigkeit.Jugend einbinden: Landwirtschaft als Geschäftsmodell, unterstützt durch digitale Werkzeuge und Mentoring. Winfred Muriithi Ann Muriithi Immaculata NansambaWichtige Beschlüsse und MaßnahmenGemeinsamer Tag der Landfrauen (16. Oktober) in allen drei Ländern.Digitale Jugend-Innovationsplattform für Vernetzung und Ideenförderung.Agripreneurship-Inkubatoren mit Startkapital und Mentoring für Gründer:innen.Regionale Saatgutpolitik zur Förderung des grenzüberschreitenden Handels.Schulernährungsprogramme mit lokal produzierten Lebensmitteln.Kollektive Vermarktung zur Stärkung der Verhandlungsmacht von Frauen und Jugendlichen.Führungskräfte- und Governance-Trainings als Basis für nachhaltigen Wandel.AusblickDie Konferenz war mehr als ein Treffen – sie markierte den Beginn einer panafrikanischen Bewegung, die Frauen und Jugendliche als zentrale Akteure der Landwirtschaft in den Mittelpunkt stellt.Mit regionaler Solidarität, digitalen Lösungen und nachhaltigen Praktiken wollen die Partnerorganisationen ein widerstandsfähiges, gerechtes und ernährungssicheres Afrika gestalten. Die Embu-Erklärung und die neuen Beschlüsse aus Lusaka sind der Fahrplan für diese gemeinsame Reise.