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Informationsreise ins Projektgebiet

01. 07. 2017

Vom 17. bis 28. Juni 2017 fuhr die Projektleiterin, Angelika Eberl, zum ersten Mal ins Projektgebiet nach Westkenia. Die Reise konzentrierte sich auf praktische Einblicke in die Gegebenheiten vor Ort bezüglich Lebens- und Arbeitsweise der (weiblichen) Kleinbauern,  in die Wertschöpfungsketten „Milch“ und „Süßkartoffel“ und Treffen mit Vertreten von Nichtregierungsorganisationen und Selbsthilfegruppen. Hier kommt ein kurzer Bericht über einzelne Begegnungen.

 

 

Rarieda group

Der erste Besuch zusammen mit Frau Katja Weber (Consultant)  galt der Maziwa Safi Women Group in Rarieda, Siaya  (Selbsthilfegruppe im Bereich Milch). Wir sprachen über ihre Aktivitäten im Milchsektor. und Aktivitäten zur  Einkommensgenerierung. Beispielsweise verleiht die Gruppe die blauen Plastikstühle inkl. Zelt gegen Entgelt. Die Morgenmilch verkaufen die Mitglieder jeden Tag zwischen 6:30 Uhr bis 9:30 Uhr auf dem Markt. Im Anschluss konnten wir die Farm eines Mitgliedes besichtigen.

 

 

New Yala dairy group

Besuch der New Yala Dairy Cooperative Society Limited , einer Kleinmolkerei in Yala, Siaya. (Herstellung von Sauermilch und Joghurt), Diskussion über Herausforderungen und Möglichkeiten. Die Gruppe ist seit 2008 offiziell registriert und hat 1129 Mitglieder. Derzeit wird die Molkerei von 110 Mitglieder mit durchschnittlich insgesamt 450 Litern Milch am Tag beliefert.

Angestellte der New yala dairy

 

 

 

biogasanlage

Besichtigung der Biogasanlage des Farmers Pius Randa in Rarieda, Siaya: Der ca. 6m lange Gärbehälter ist etwa zur Hälfte im Gemüsegarten eingegraben, das entstehende Gas wird im schwarzen Foliensack im Vordergrund gesammelt.

Gasbehälter

 

 

HEMA sacco

Treffen mit der HEMA Women Farmer´s Society  in Nyorotis, Kakamega. Hauptthema und Kerngeschäft ist die kommerzielle Milchviehhaltung.  Die Gruppe unterstützt ihre 30 Mitglieder mit Schulungen und Ideen für die Verbesserung ihrer Produktivität und einkommensgenerierende Maßnahmen, hier mit der selbstgebauten Trocknungsanlage für Kräuter, Gemüse und Obst.Trockenanlage

 

Everlyne und Kühe

Wir besuchen die Farm von Hema-Mitglied Everlyne Atsiaya, die uns zusammen mit ihrem Ehemann ihre beiden Milchkühe vorstellt.

 

Kenaff Kakamega

Auf dem Bild von rechts: Monicah Rapando, Alice Ombima, Angelika Eberl, Ruth Niedermüller (GIZ)  und Scola Musanga.

 

Zusammentreffen mit Monicah Rapando, County Coordinator of Kakamega & Vihiga von KENAFF in Kakamega. KENAFF (Kenya National Farmers Federation) ist die Vereinigung der kenianischen Bauern mit Sitz in Nairobi, die etwa 2 Millionen Bauernfamilien vertritt. Derzeit laufen Bestrebungen einen eigenen Verband für Frauen in ländlichen Regionen zu gründen.

 

 

 

Süskartoffellager

Die Weiterverarbeitung der Süßkartoffel konnte ich kennenlernen bei einem Treffen mit Gladys Nabiswa, CEO of Community Research in Environment and Development Initiatives (CREADIS), in Bungoma.  Die Nichtregierungsorganisation ist seit 2000 registriert und arbeitet auf folgenden Gebieten: nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, Klimawandel und Umweltschutz, HIV/AIDS, Gesundheit und Ernährung, Gender und Unternehmensführung.

Schnitzelmaschine

Die Besichtigung der eigenen Süßkartoffelfabrik zeigte anschaulich, wie Süßkartoffeln zu schmackhaftem Brot verarbeitet werden.

Brot süßkartoffelanteil

Das Brot besteht aus 80 % Weizenmehl und 20 % Süßkartoffelmehl.

 

Besuch der Solarkühlungsanlage in der SAM Malanga Cooperative in Siaya. Die GIZ  sammelte mit dieser Anlage erste Erfahrungen auf dem Gebiet der solargestützen Milchkühlung. Bei der Entwicklung und Durchführung ist das Institut für tropische Agrarwissenschaften der Uni Hohenheim maßgeblich beteiligt.

SMCS Malange

Auf dem Bild sieht man die Anlage, die auf einer Farm installiert wurde.

Solarpanel

KAnne mit Deckel

Eisbehälter

Die mit Solarenergie hergestellten Eiswürfel werden in einen Metallzylinder gefüllt und in die - mit frischer Milch gefüllte - Plastikmilchkanne verschraubt. So wird die warme Milch innerhalb kurzer Zeit auf 15°C heruntergekühlt und  die Temperatur  auf dem - manchmal beschwerlichen - Weg zur Molkerei niedrig gehalten werden. Macben Makenzie, Berater für das GIZ Project “Powering Agriculture” bestätigt ein vermindertes Bakterienwachstum, die Pilotanlage zeige gute Ansätze, das Bakterienwachstum auf dem Transport zur Molkerei eindeutig zu vermindern.